Geschichte:
Ursprünglich befanden sich an der Stelle des heutigen Schlosses die Burgen
Vorder- und Hinterhohenschwangau, die zu Lebzeiten König Ludwigs nur noch
als Ruinen vorhanden waren. Diese Ruinen wurden vor der Grundsteinlegung zu
Neuschwanstein komplett entfernt. (An der Stelle des heutigen Schlosses Hohenschwangau
befand sich übrigens eine Burg namens Schwanstein, die Namen wurden Anfang
des 19. Jahrhunderts vertauscht.)
Nach dem Tode König Ludwig II. wurde der Viereckturm und das Ritterhaus vereinfacht fertiggestellt und die Kemenate, zu der nur das Fundament gelegt war, noch errichtet. Nicht mehr ausgeführt wurde das Kernstück der Anlage, der Bergfried mit der Burgkapelle, wie ihn Christian Jank in seinem Entwurf von 1871 dargestellt hat.
Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurden auf dem Schloss Goldschätze der Deutschen Reichsbank gelagert. In den letzen Kriegstagen wurden sie jedoch, an einen bis heute unbekannten Ort, verschleppt. Gerüchten zufolge wurden sie in einen See versenkt, z.B. in den naheliegenden Alatsee. Dies ließ sich aber bis heute nicht beweisen.
